Fragen und Antworten

Pferdegestütztes Coaching dient wie alle Coaching-Arten als persönliche Möglichkeit zur Weiterentwicklung und Selbsterkenntnis – mit dem Pferd als Co-Coach.

Wenn ich mich gerne in der Natur bewege und zumindest keine allzu große Angst vor Pferden habe, ist das Pferdegestützte Coaching ideal. Auch sollte ich offen sein für das direkte und ehrliche Feedback der Pferde auf meine Körpersprache, die der Ausdruck meines Denkens, Fühlens und Seins ist.

Pferde sind vierbeinige Beziehungs- und Kommunikationsexperten. Als soziale Herdentiere reagieren sie sensibel auf feinste Nuancen in der Körpersprache anderer. Ihre innere Absicht und der körperliche Ausdruck sind immer deckungsgleich, sie können nicht lügen. Somit sind sie die idealen objektiven Feedbackgeber für uns. Ihre Kommunikation bezieht sich immer auf das Hier und Jetzt. Sie kennen keine Vorurteile, interessieren sich nicht für Äußerlichkeiten oder den Status ihres Gegenübers, sondern reagieren nur auf den Wesenskern des Menschen.

Wichtig ist, dass die zur Verfügung stehenden Pferde so artgerecht wie möglich gehalten werden. Das Leben in einem Offen- oder Aktivstall, wo die Pferde 24 Stunden im sozialen Herdenverband verbringen, immer genug Futter und Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung haben, kommt dieser Haltung am nächsten. Diese Tiere sind sozial verträglich und ausgeglichen. Welches Alter, welche Größe oder welche Rasse sie haben, spielt für ihren Einsatz als Co-Coaches keine Rolle.

Offenheit, Lust auf Tiere und Natur und Neugier auf mich selbst.

Die Themenwelt beim Pferdegestützten Coaching ist vielfältig. In erster Linie geht es in unserem Leben immer wieder darum, Klarheit über Lebenssituationen zu bekommen und wichtige Entscheidungen zu treffen, die unser weiteres Leben positiv beeinflussen. Ob bei Beziehungsstress, Unzufriedenheit/Leistungsdruck bei der Arbeit, Ängsten oder seelischer Erschöpfung – wichtig ist der Wille, an dem eigenen unbefriedigenden Zustand etwas ändern zu wollen.

In der Regel findet immer ein unverbindlicher und kostenloser Kennenlerntermin vor Ort statt. Bei beidseitiger Zustimmung finden im Anschluss meist wöchentliche Coaching-Einheiten von ca. 90 Minuten statt. Häufig sind nach 4-6 Coaching-Einheiten schon Ergebnisse sicht- und spürbar.

Grundsätzlich findet die Arbeit mit dem Pferd vom Boden aus auf Augenhöhe statt. Es braucht also keine reiterliche Vorerfahrung mit Pferden.

Im Unterschied zu einem klassischen Coaching, das meist im Sitzen stattfindet, sind wir beim pferdegestützten Coaching im Freien und in Bewegung. Die Bewegung fördert das klare Denken, es lösen sich dadurch schon Blockaden. Wir können das direkte und immer objektive Feedback der Pferde besser annehmen. Oftmals entstehen nachhaltige, emotionale Eindrücke und eine enge Beziehung zum Pferd, die einem sehr lebhaft im Gedächtnis bleiben als positive Anker im Alltag. Mit der vertrauensvollen Unterstützung der vierbeinigen Coaches gelingt es schneller, Veränderungen anzugehen.

Als Führungskraft beurteilen wir regelmäßig unsere Mitarbeiter, selten bekommen wir ein (ehrliches) Feedback über unser Führungsverhalten. Pferde leben in ihrer Herde in einer dynamischen Führungshierarchie. Sie folgen nur, wenn ihnen Vertrauen, Orientierung und Sicherheit vermittelt werden. Wenn unser Führungsverhalten nicht authentisch mit unseren inneren Werten und Gefühlen ist, werden die Pferde auch nicht bereit sein, sich von uns führen zu lassen. Sie spiegeln unser Innerstes und zeigen uns, was nötig ist, um zu führen.

Das A und O in einem gut funktionierenden Team sind Vertrauen und eine wertschätzende Kommunikation. Genau wie in einer Pferdeherde. Ein Team kann nur erfolgreich sein, wenn alle Teammitglieder an einem Strang ziehen. Pferde zeigen uns sehr deutlich, wie es um die Zusammenarbeit im Team bestellt ist. Die nachhaltigen, gemeinsam gemachten Erlebnisse mit den Pferden schweißen zusammen, motivieren und fördern das Teamgefühl. Die optimale Teamgröße für ein intensives Coaching mit den Pferden liegt bei ca. 6-8 Teilnehmern.